Schmuggeln - früher

 

Grundlagen zum Schmuggel

Der Schmuggel galt seit dem Bestehen der Grenze als zusätzlicher Broterwerb der Grenzbewohner.

Für einen guten Schmuggler gab es drei Kriterien:

 

Beliebte Schmugglerwaren zwischen den beiden Weltkriegen waren zum Beispiel Rinder.

Ihnen wurden die Klauen mit Fetzen umwickelt, damit sie keine Spuren hinterließen.


Kleider waren bei den Frauen eine begehrte Ware. Meist wickelten sich Frauen den Stoff um den Bauch.
Beim Schmuggeln mussten sie allerdings sehr vorsichtig sein, sonst wäre einem aufmerksamen Zöllner bestimmt
aufgefallen, dass sie bei der Ausreise rank und schlank waren, und auf dem Rückweg an Umfang zugenommen hatten.

 

Weitere beliebte Schmugglerwaren waren:

Auch Schweine waren keine uninteressante Schmugglerware. Um sie während des Schmuggelns ruhig zu halten, gab man ihnen vorm Grenzübergang Alkohol zu trinken.

 

Weitere Fakten rund ums frühere Schmuggeln

 

Schmugglerauszeichnungen

Nicht selten kam es vor, dass gute Schmuggler spezielle Titel erhielten. Demnach gab es zum Beispiel Schmugglerköniginnen und Schmugglerkönige.

Gefechte an den Grenzen

Natürlich verliefen die Begegnungen an der Grenze nicht immer friedlich. Viele erzählen auch heute noch, dass es bei Begegnungen von Grenzbeamten und Schmugglern sehr oft zu heftigen Konflikten und zahlreichen Todesopfern kam.

Das Linzer Wochenblatt

Damit die neuesten Erfolgsgeschichten und Unglücksfälle derSchmuggler auch jeden im tiefsten Südostniederbayern und im Mühlviertel erreichen konnten, berichtete das Linzer Wochenblatt ständig aktuell von den Vorkommnissen.
So informierte das Wochenblatt am 23.Dezember die Bevölkerung von einem ledigen Häusler, der von einem Zollbeamten beim Schmuggeln von Salz gesehen wurde.
Als der Schmuggler bemerkte, dass er gesehen worden war, warf er das Säckchen Salz weg und versuchte zu flüchten. Der Zollbeamte schoss daraufhin auf ihn und traf ihn im Rücken.

Weil sich ein Arzt weigerte noch in der Nacht ins Krankenhaus zu kommen, musste der arme Schmuggler sterben.

Dieser Fall wurde von den Leuten stark kritisiert, da sie das Vorgehen des Zöllners als Gesetzeswiderspruch auffassten. Die größten Gauner werden nicht mehr zur Todesstrafe verurteilt, aber ein armer Mann darf wegen eines einfachen Salzschmuggels niedergeschossen werden.

Die Menschen, die die Grenzbeamten für Schmuggler hielten, waren allerdings nicht immer Schmuggler.

Ein Beispiel hierfür ist die Geschichte vom Johann Hollnsteiner oder einfach vom "Radl Hansl" aus Heinrichsberg. Das Linzer Wochenblatt meldete am 23. November 1925, dass dieser beim Überschreiten der Bayerngrenze von einem bayerischen Zöllner angehalten wurde. Hollnsteiner flüchtete nach Österreich zurück. Nachdem der Grenzwächter einen Warnschuss abfeuerte und der Mann aber nicht stehen blieb, gab der Beamte auf den Fliehenden einen tödlichen Schuss ab. Hollnsteiner verstarb kurze Zeit darauf. Die Tragik des Falls war, dass Hollnsteiner nahezu taub war und kein Schmuggler war.

 

Schmuggeln - heute

Wer denkt alle Schmugglergeschichten gehören der Vergangenheit an, irrt sich! Denn ist es nicht vielmehr so, dass das Schmuggeln an sich bei uns an der Grenze auch heute noch zum Alltag gehört?
Es folgt eine Schmugglergeschichte in Bildern, die wohl jeder schon einmal selbst erlebt hat.

Die Benzinpreise im Vergleich


So einfach ist das Schmuggeln heute:


tanke das Auto...

 

 

 

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